Sommerurlaub

Es ist zwar schon September, aber ich denke man darf es noch Sommerurlaub nennen.
Vom 15. September bis zum 25. September habe ich mir endlich meinen zustehenden Urlaub gegoennt.
Zehn Tage klingen für japanische Verhaeltnisse recht lang, aber das geschickte Zusammenspiel von nationalen Feiertagen, der sogenannte Silverweek, und meinen Urlaubstagen haben es ermoeglicht.

Dieses Jahr wollen meine Freundin und ich etwas weiter weg und das darf wertet in Tokyo langsam nachgelassen hat, entschieden wir uns für Japans tiefsten Sueden; Okinawa.
Genauer gesagt für die Insel Miyakojima.



Miyakojima ist gut 3 Stunden per Flugzeug von Tokyo entfernt und liegt auf einem aehnlichen Breitengrad wie Hawaii oder auch Kuba.
Darum sprechen die Japaner auch oft vom "japanischen Hawaii".

Das Timing fuer den Flug war etwas unguenstig gewaehlt, da es ziemlich genau mit dem Taifun Nr.16 zusammentraf, aber wir hatten Glueck; genau waehrend unserem Hinflug gen Sueden, war der Taifun schon in Richtung Tokyo nach Norden unterwegs.
Wir mussten uns also nur mit vereinzelten Schauern auseinandersetzen.

Fest geplant war nur der Flug, das Hotel und der Mietwagen; alles weitere wurde vor Ort beschlossen.
Frisches Sushi mit Rind, Muscheln und Seeigel
Nach der Ankunft am Abend am Flughafen in Miyakojima, ging es per Mietwagen (Linksfahren und Automatik ...) zum Hotel zum einchecken.
Wir hatten ein sehr sehr simples Hotel, da wir im Prinzip nur zum Schlafen dort waren. Fruehstueck war allerdings sogar dabei.
Mit einem Abendessen mit Blick auf den naechtlichen Strand war dann schon direkt der erste "Tag" vorbei.


Der zweite Tag begann mit Regen, weshalb wir uns zuerst auf den Weg zu einer Salzfabrik machten, die den "雪塩" (Yuki-shio, Schneesalz) herstellt, der eines der Spezialitaeten Miyakojimas darstellt.
Waehrend des Bummelns im Shop hat dann auch der Regen aufgegeben und strahlendem Sonnenschein den Platz gelassen.

Danach haben wir uns direkt auf die erste kleinere Teilinsel, Ikemajima, die im Norden per Bruecke zu erreichen ist gemacht. 
Der Drehort eines aelteren Dramas sah auf den Bildern recht nett aus und wusste auch in Echt zu ueberzeugen. 
Waeren wir zum Richtigen Zeitpunkt da gewesen, haette man wohl auch das "Herz" im Stein gesehen; allerdings war es auch so ein wunderbarer Strand voller Mini-Einsiedlerkrebsen.


Den Rest des Tages haben wir mit einem wunderbaren Mittagessen, Mangroven und einigen der schoenen Straenden verbracht. Viele Kilometer per Auto u nd diverse Kilometer zu Fuss haben uns dann Abends gut in den Schlaf gebracht.

Auch der zweite Tag startete mit etwas Regen, aber das stoerte uns nicht.
Direkt nach dem Fruehstueck haben wir uns wieder in unseren kleinen Mazda gesetzt und haben uns auf den Weg nach Irabu-jima gemacht, welche auch per Bruecke zu erreichen ist.
Diese Bruecke, die "伊良部島大橋" (Irabujima Dai-bashi, grosse Irabujima Bruecke)  ist ca 3,5km lang und soll Japans laengste Bruecke sein.
Oben halten gerne die Touristen an und machen Bilder, waehrend sie dem starken Wind trotzen.
Es macht schon irgendwie Spass auf dieser Bruecke zu fahren.

Auch auf Irabu-jima haben wir der Reihe nach alle Straende abgeklappert und was es sonst noch zu sehen gab.
Leider haben wir das Timing fuer frisch gefangene Krabben zum Mittagessen verpasst, sodass wir zurueck auf Miyakojima dann etwas feines zu uns genommen haben.

Der Vorletzte Tag war komplett auf das Timing des MIttagessens abgestimmt und dennoch hatten wir mit den Krabben pech; dafuer gab es fangfrischen Fisch als Sashimi.
Es war wirklich traumhaft lecker und ist nochmal eine Steigerung zu guten Sushi-Restaurants in Tokyo.
Gestaerkt ging es dann wieder an den Strand, und diesmal haben wir uns auch im Wasser die Meeresbriese um die Nase pfeiffen lassen.
Fuer einen September war das Wasser wunderbar warm und angenehm.
Bis zum Abendessen wurde dann geplanscht und wir haben am Ende des Tages dann endlich unsere Krabbe bekommen, wennauch in einem anderen Lokal als geplant..dafuer gabs direkt noch nen Hummer mit dazu.

So sind wir dann schon am leztetn Tag angekommen, an dem, wie man es erwarten konnte, natuerlich das beste Wetter der ganzen Urlaubszeit war.
Darum haben wir uns direkt nochmal auf Irabujim begeben, da es rund um dessen kleinen Flughafen wohl das schoenste Azurblaue Wasser auf gesamt Miyakojima zu bewundern gab.
Im Zusammenspiel mit dem Wetter war es wirklich atemberaubend, wie toll das Wasser aussah.



Damit war dann auch schon das Ende unserer kleinen Inselreise erreicht.
Nach einem extrem turbulenten Flug kamen wir in Tokyo an ... und mir war erstmal sehr kalt, da ich noch in kurzer Hose und T-Shirt ins Flugzeug gestiegen bin.

Okinawa, bzw Miyakojima war sehr interessant und schoen.
Irgendwann werde ich wohl nochmal nach Okinawa fliegen; dann allerdings auf die andere Teilinsel: Ishigaki.

Die Bilder von der Reise kann man hier betrachten, und das Essen hier.

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