HGBF 1/144 Beargguy F

Bei meinen bisherigen Gunplamodellen habe ich teilweise sehr nachsichtig gearbeitet; eventuell koennte man sogar fast "schlampig" sagen.
Ich habe mich oft damit zufrieden gegeben die Modelle zu bauen und eventuell auch ein paar Sticker einigermassen gut aufzubringen.
Leider fallen da beim genauen Hinsehen schon die ein oder anderen Makel auf; wie z.B. die Nubmarks, die Stellen am Plastik an denen das Teil aus den Reitern getrennt wurde.

Erkennbare Nubmarks im Kreis
Nachdem ich vor kurzem erst wieder zu Gunpla zurueckgefunden habe, habe ich mir im Zusammenhang auch vorgenommen, meine Skills in diesem Bereich zu verbessern.
Der erste Schritt lag dabei bei den Basics, dem Abtrennen und Vorbearbeiten der einzelnen Modellbauteile.
An aller erster Stelle wollte ich die unschoenen Nubmarks verschwinden lassen.

Ich habe mir daraufhin diverse Tutorials zum Thema angeschaut und durch verschiedene Leute nochmal diverse kleine Tipps und Tricks dazugelernt; es schadet so oder so nie, nochmal die Grundlagen zu ueberarbeiten.
An dieser Stelle moechte ich den "Absolute Beginner's Gunpla Building Guide" von Modelmaking Guru hervorheben. Er ist zwar auf englisch, aber er erklaert wirklich gut, wie man schicke Modelle bekommt, selbst wenn man bisher noch keinerlei Kontakt mit der Materie hatte.

Einige der angeeigneten Arbeitsweisen habe ich direkt bei meinem neuesten Modell angewandt.
Bei meinen bisherigen Gunplas lief es immer so ab, dass ich die Teile der Anleitung nach ausgetrennt und dann direkt verbaut habe. Dieses Mal aber, habe ich zu erst alle Teile aus den Reitern geknipst (mit ca 2-3 mm des Stegs noch dran), in einem Sortierkaestchen den Segmenten entsprechend eingelagert und danach fein saeuberlich Teil fuer Teil mit Bastelmesser und Nagelfeile bearbeitet, bis sie Glatt, sauber und frei von Nubmarks waren.


Alleine der Zeitaufwand bis man zum eigentlichen Zusammenbauen kam hat sich durch diesen Schrit wesentlich verfielfacht; aber damit hat auch eine gewisse Genugtuung am Ende mit eingesetzt.
Man schaut sich nochmal jedes Teil genau an und tastet es nach Unebenheiten ab
Dieser "kleine" Schritt hat schon ein kleines Level-Up-Feeling bei mir ausgeloest.

Zu meinem Glueck habe ich als mein Erstprojekt in dieser Arbeitsweise den kleinen 1/144 HGBF ( sprich High-Grade Build Fighters) Beargguy F ausgewaehlt.
Der Beargguy ist ein extrem simples Model, welches auf dem Acguy , einem Amphibien-Mobile Suit, basiert.
Der Koerper und der Kopf ist riesig und besteht insgesamt aus sehr wenigen Einzelteilen, sodass der Aufwand dann nicht all zu gross ausgefallen ist.

Ueberrascht hat mich die Groesse, da er sogar ein bisschen groesser ist, als mein zueltzt gebauter Zeta-Gundam im selben Massstab.



Der kleine Kerl, zusammen mit der neuen Herangehensweise, hat mir unglaublich Spass gemacht und es ist wunderbar, dass es auch sehr suesse Gunplas gibt.
Der zweite Beargguy ist auch schon gesichert, aber der wird dann zusammen mit meiner Freundin gemuetlich gebastelt...und wer weiss, vielleicht hole ich mir in der Zwischenzeit auch das ein oder andere Modell; Gundam Barbatos hat es mir zur Zeit etwas angetan, aber da kommt im November schon die neue Version heraus und ich denke darauf warte ich dann noch.

Den Werdegang meines kleinen Beargguy Fs habe ich in dieser Gallerie minimalistisch festgehalten.
Wer also einen Blick wagen will, darf das gerne tun.

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