Heisses Wasser im Ueberfluss

Wer viel arbeitet braucht auch mal Zeit zum Entspannen.
Und wo ginge das in Japan besser als in einem der unzaehligen Onsen.
Geht man einen kleinen Schritt weiter, goennt man sich dann auch noch eine Uebernachtung in einem japanischen Gasthaus, einem Ryokan, und laesst sich auch noch kulinarisch verwoehnen.

Die letzten zwei freien Tage haben wir fuer so einen kleinen Kurztrip genutzt.
Das Ziel war Goura in Hakone, einer Gegend die fuer ihre heisse Quellen bekannt ist.
Mit dem "Romance Car" ging es per Express auf die Reise, um anschließend mit der Bergbahn zum finalen Bahnhof zu gelangen.

Bis zum Einchecken war noch genuegend Zeit, also gab es erstmal Mittagessen.
Sobanudeln mit frittiertem Gemuese, die Lecker waren, aber leider nicht an die Soba aus Jindaiji herankommen.

Das Hotel selbst war wunderbar.
Direkt nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet haben, wollten wir den ersten der verfuegbaren Onsen testen.
Dieses Hotel hatte dabei einen Hauptonsen, jeweils fuer Damen und Herren getrennt, in dem drei verschiedene Becken sind; einen sprudelnden Onsen getrennt fuer Damen und Herren und jeweils drei abschließbare "Privatbecken", die man fuer 40 Minuten in Anspruch nehmen kann.
Dazu kommt noch ein Bad auf dem Balkon, das aber nur normales Wasser nutzt.

Zuerst ging es in einen der Privatonsen.
Der Weg dorthin wurde schon sehr atmosphaerisch und typisch japanisch gestaltet, was vorallem bei Dunkelheit und entsprechender Beleuchtung einiges hergemacht hat.
Das erste Becken war genau richtig um sich ein bisschen zu entspannen, waehrend man dem Rauschen der Blaetter und dem seichten Nieselregen lauschen konnte.
Bei knapp 10Grad Aussentemperatur konnte man die 40Grad Wassertemperatur geniessen und wurde durchweg aufgewaermt.

Um das wohlige Gefuehl aufrecht zu erhalten haben wir den Onsen passend zum Abendessen verlassen und uns durch diverse Gaenge japanischer Kueche gefuttert.
Von Shabu-Shabu, ueber Tempura und Sushi, bis zum Dessert gab es ausschliesslich Leckeres.
Abgerundet wurde alles durch einen wunderbaren Pflaumenlikoer.

Direkt im Anschluss ging es dann nochmal in eines der Privatbecken um den Abend gemuetlich ausklingen zu lassen.

Der kommende Morgen wurde direkt um 5 Uhr begonnen, weil dort die Onsen auch geoeffnet wurden.
So haben wir dann noch vor dem Fruehstueck die fehlenden Quellen in der "Sammlung" abgegrast und uns danach wieder ordentlich in japanischer Manier den Bauch voll geschlagen.

Nach dem Auschecken war der Spass aber noch nicht vorbei.
Im Hotelpreis enthalten gab es auch noch jeweils zwei Freitickets fuer ein Glasmuseum und ein Schwimmbad in der Naehe.
Da es geregnet hat bot sich der Besuch dabei sehr an.
Das Museum war recht interessant mit seinen "Pflanzen" aus Glas und auch das Schwimmbad war ganz nett, auch wenn ich es mir durch TV und Co. etwas groesser vorgestellt habe.

Was dann noch blieb war der Heimweg.
Es war ein wunderbares Wochenende, das man gerne wiederholen koennte.

Hier noch einige Impressionen der beiden Tage


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