Die "Schattenseiten" Japans

Auch wenn es fuer manche Leute schwer vorstellbar, oder schlicht unmoeglich scheint (I'm looking at you, weeaboos!), so hat Japan auch seine negativen Aspekte.

Apartments:
In Deutschland aufgewachsen, kennt man meistens Massivhaeuser.
In Japan hingegen hat man meist duenne Waende, einfache Fenster und selten etwas in Richtung Isolation.
Sprich man kann oft durch das geschlossene Fenster spucken.
Besonders im Winter macht sich das sehr stark bemerkbar, da es auch keine Zentralheizung gibt; man muss auf Klimaanlage, Gas- oder Oelofen zurückgreifen.

Auslaender:
Mag komisch klingen wenn das von einem kommt der selbst Auslaender ist, aber viele hier benehmen sich beschissen.
Im Prinzip koennte es mir egal sein, wenn es sich nicht indirekt auf mich auswirken wuerde.
Abgebrochene Handy- und Mietvertraege weil die Leute von heute auf Morgen ins eigene Land zurueck kehren und dergleichen machen selbige fuer nachfolgende Auslaender erheblich schwerer und nerviger.
Gegen den japanischen Rassismus an sich hab ich wenig, da es doch eher schoen ist, mehr Japaner in Japan zu haben als anderes Volk.

Buerokratie:
Wenn man Deutschland fuer schlimm haelt, dann war man noch nicht in Japan.
Hier werden Formulare und Antraege mit einer Genauigkeit gehandhabt, dass es teilweise schon krankhaft wirkt.
Leider fuehrt kein Weg daran vorbei und man quaelt sich durch, aber es ist teils wirklich muehsam.

Indirektheit:
Die wenigsten Japaner bekommen es hin direkt und konkret zu sein.
Gerade bei meinem Chef faellt mir das sehr auf. In den meisten Faellen Miss ich sehr gut aufpassen um zu verstehen worauf er hinaus will.
Es wird oft und viel um den heissen Brei herumgeredet.

Anstehen:
Japaner lieben es in langen Schlangen anzusehen. Es scheint teilweise sogar schon eine Art Hobby zu sein.
bXv ei Attraktionen im Freizeitpark, vor guten Restaurants, bei Angeboten und so weiter.
Wenn es irgendwo eine Schlange gibt, kann man damit rechnen, dass die Japaner sich einreihen und das kann dann noch so lange dauern; es wird nicht gedraengelt, geachubst oder gepoebelt. Jeder wartet friedlich bis er an der Reihe ist.


Das ist nur eine kleine Auswahl und im Alltag wuerden mir noch die ein oder anderen Dinge/Situationen einfallen, aber ich will das Thema auch nicht zu sehr ausreizen.
Natuerlich sind das auch hauptsaechlich Kleinigkeiten, aber es kann einem ab und zu doch gewaltig auf die Nerven gehen.
Im Grossen und Ganzen ueberwiegen die positiven Aspekte aber trotzdem.

Das Meiste bekommt man waehrend einer einfachen Reise ins Traumland Japan einfach nicht mit und so hat man vorallem das supernette Image der hilfsbereiten und offenen Japaner.
Man sieht im Urlaub eben nicht hinter die Kulissen, wie wenn man wirklich mit den Leuten lebt.
Soll natuerlich nicht heissen, dass man nicht nach Japan gehen sollte.

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