Zweitaegiges Kyoto-Abenteuer

Waehrend wir letzte Woche uns noch auf Disney gefreut haben, wollte meine Freundin auch schon das naechste Ziel planen.
Sie wollte gerne nach Kyoto gehen und da ich selbst auch noch nicht dort war, haben wir auch direkt spontan alles erledigt; ich habe mich um die An- und Abreise gekuemmert und sie hat sich um das Hotel gekuemmert.

Tag 1

Donnerstag Abend ging es dann auch direkt nach der Arbeit los.
Nach einem kurzen Trip in mein Apartment zwecks Duschen und Gepaeck sind wir auch schon mit dem Nachtbus unterwegs gewesen.
Die Fahrt war recht anstrengend, da wir auf die Schnelle keine guten Busse mehr bekommen haben.
So sind wir also gegen halb sechs am Morgen in Kyoto angekommen, hatten sehr wenig geschlafen und konnten vorerst nichts machen, da alles geschlossen war.

Nachdem diese erste Huerde genommen war, konnten wir uns dann dem Kulturteil der Reise widmen.
Bei eher maessigem Wetter ging es zuerst zu drei der beruehmteren Tempel wie dem Kiyomuzu-dera, dem Fushimi Inari Taisha und Kinkaku-ji.
Diese Anlagen stehen allesamt in den Top 5 der Kyoto Sehenswuerdigkeiten und waren dementsprechend voll mit Touristen (leider zum Grossteil Chinesen, Taiwanesen und anderes ungehobelte Asiaten) und man musste sich durchkaempfen und war beim Fotografieren leider sehr eingeschraenkt.
Dennoch war es schoen diese Orte zu besichtigen und trotz des Regens hatten wir unseren Spass.

Zu diesem Zeitpunkt kam auch schon unser erste Problem der Reise auf: das Hotel.
Da wir um 3 Uhr einchecken wollten und es aber nicht puenktlich geschafft haetten, hat meine Freundin dort angerufen um zu sagen, dass es etwas spaeter wird.
Interessanterweise waren wir aber gar nicht registriert.
Eine Bestaetigungsmail hatten wir zwar, aber der Name waere dem Hotel voellig unbekannt und sie koennten uns auch kein Zimmer mehr anbieten, da es komplett ausgebucht war.
Wir standen also vorerst ohne Hotel da.

Natuerlich hat uns das nicht wirklich viel ausgemacht und wir sind ersteinmal weiter im Programm fortgeschritten.
Arashiyama , ein schoener Ort der auch oft fotografiert wird mit vielen Leckereien und schoenen Kirschblueten hat uns den Rest des Nachmittags erheitert.

Nachdem wir zu Abend gegessen haben ging es dann nochmal ans Hotel.
Saemtlichen guenstigen Moeglichkeiten waren natuerlich restlos ausgebucht, da ddank der Kirschblueten Hochsaison in Kyoto herrschte.
Der erste Gedanke war ein Internetcafe, das auch mit Nachtpaketen herhalten koennte, bis wir auf die Idee gekommen sind nach Lovehotels zu suchen.
Und wir hatten Glueck! Nicht weit entfernt vom Hauptbahnhof haben wir ein nett erscheinendes Lovehotel gefunden und dank Internetcoupon auch noch einen kleinen Rabatt bekommen.
Die Uebernachtung war also doch noch gesichert.
Als kleine Beigabe, gab es noch ein paar nette "Gastgeschenke" des Hotels und sogar ein Minifruehstueck war im Preis inbegriffen, was fuer Lovehotels eigentlich nicht die Norm ist.


Tag 2

Der Morgen begann frueh, da wir noch einen Trip innerhalb des Trips machen wollten, quasi Trip-ception.
Mit einem fruehen Zug sind wir dann "kurz" ins eine Stunde entfernte Nara gefahren um im grossen Park um die Tempelanlagen die beruehmten Nara-Hirsche zu sehen.
4 Reisbaelle und 2 Softeis spaeter haben wir uns gegen Mittag dann wieder auf den Rueckweg nach Kyoto gemacht, um dort die Tour weiterzufuehren.
Der traditionelle Stadtteil Gion stand noch auf dem Plan.
Dort gibt es noch viele alte Gebaeude und, was am interessantesten ist, mit etwas Glueck auch Meikos, quasi Geisha in Ausbildung, zu sehen.
Gesehen haben wir zwar welche, aber leider nur aus weiter Entfernung und darum konnten wir auch keine anstaendigen Bilder schiessen.

Der Tag verging sehr schnell und nach dem Abendessen und Geschenkeeinkauf hatten wir noch massig Zeit bis der Bus zurueck nach Tokyo kam.
Da wir den zweiten Tag super Wetter hatten und es ueber 20 Grad warm war, sind wir vor dem Bus dann noch in ein Sento, also ein oeffentliches Badehaus, gegangen um uns etwas zu erfrischen und vom vielen Laufen zu erholen.
Leider waren Maenner und Frauen getrennt.
Es war zwar nicht mein erstes Mal in einem Sento, aber als Auslaender wird man doch meistens sehr kritisch begutachtet, vorallem um zu sehen ob man die Regeln auch einhaelt; also bevor man ins eigentlich Bad geht sich richtig ausgiebig waescht und auch ja kein bisschen Seife oder Shampoo mit ins Becken nimmt.

Frisch erholt ging es dann weiter zum Bus, auf den wir dann immernoch gut zwei Stunden warten mussten.
Da es angefangen hat zu regnen, haben wir Unterschlupf in einem nahegelegenen Familyrestaurant gesucht.
Als wir dort hin liefen, fiel mir ein grosses graues Gebaeude mit einem weissen Firmenlogo auf.
Das Nintendo-Firmengebaeude stand ploetzlich da und ich musste etwas lachen, dass ich durch puren Zufall ploetzlich dort gelandet bin.
Das Familyrestaurant war uebrigends auf der anderen Strassenseite.
Natuerlich gibt es von dem Gebaeude nicht wirklich etwas Sehenswertes, aber ein Selfie und ein richtiges Foto war drin.

Als Abschluss blieb dann noch die Fahrt richtung Tokyo, in der ich sogar etwas mehr schlafen konnte als auf der Hinfahrt.
6 Uhr Morgens kamen wir an und ich habe mich kurz zu Hause umgezogen und bin direkt zur Arbeit gegangen.

Das zweite "stressige" Wochenende in Folge ist demnach ueberstanden und meine Freundin und ich haben uns fuer das kommende Wochenende auf relaxen geeinigt.

Da ich natuerlich wieder einige Bilder geschossen habe, stelle ich hier wieder das Album zum Betrachten zur Verfuegung.
Klick!

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