Ein ganz normaler Tag

Ich wurde gefragt, wie mein "japanischer" Alltag so aussieht.

Im Grossen und Ganzen ist es eigentlich nichts Spannendes.
Der normale Arbeitstag faengt mit dem Klingeln des Weckers um 6:50 an. Dann wird gemuetlich etwas gegessen und sich auf die Arbeit vorbereitet, was insgesamt ca. 40 Minuten in anspruch nimmt.
Ab 7:30 mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof, wozu ich ca. 12 Minuten brauche, und ich stelle mich in den ersten von drei Zuegen, die mich von meinem Bahnhof, ueber Ikebukuro  und Ueno schliesslich zum Arbeitsplatz befoerden.
Die Zugfahrt dauert ca. 50 Minuten.

Nach der Fahrt geht es mit einem kleinen Abstecher in den 100Yen-Laden, um ein beliebiges Getraenk zu kaufen, direkt zum Arbeitsplatz, wo ich mich dann einstempele, an der morgentlichen Begruessung teilnehme und danach loslege.
Waehrend dem gemuetlichen Arbeiten wird dann etwas mit den Kollegen gescherzt und geplaudert, bis man es zur Mittagspause geschafft hat.
Zusammen mit den Jungs aus der Werkstatt und ein paar Damen aus dem Buero sitzen wir dann an einem grossen Tisch und verspeissen die jeweils selbstgemachten oder gekauften Gerichte, unterhalten uns ueber Gott und die Welt und haben eine Stunde lang Spass zusammen.

Die Pause ist ueberstanden und die zweite Haelfte des Arbeitstages bricht an.
Auch hier vergeht die Zeit mal schneller, mal langsamer waehrend man sich unterhaelt und sein Werk verrichtet.
Irgendwann zwischen 17:30 und 17:50 stempel ich mich dann aus und mache mich auf den Heimweg.

Auch hier wieder zweimal umsteigen und dann am heimischen Bahnhof direkt in den Supermarkt.
Waehrend der Zugfahrt habe ich mir dann meistens schon das ein oder andere Rezept auf dem Smartphone zu gemuete gefuehrt und unter Einbezug der Zutaten im Kuehlschrank etwas Passendes gewaehlt.
Je nachdem wie schnell ich Feierabend gemacht habe und wie schnell der Einkauf von der Hand ging, bin ich dann so zwischen 19:00 und 19:30 in meinem Appartment angekommen.
Ohne grosse Pause geht es direkt an die Zubereitung des Abendessens und dem Mittagessen fuer den folgenden Tag, wodurch ich dann je nach Aufwand gegen 20:00 endlich zum Essen selbst komme.

Der Abend wird dann mit Videos, Spielen, oder Lesen zum Ausklingen gebracht.
Dann noch die obligatorische Dusche und schon verschwinde ich auch in meinem Bett.

So sieht der normale Tag bei mir zur Zeit aus.
Es kann natuerlich abweichen, wenn meine Freundin vorbeikommt oder etwas Besonderes anfaellt.

Kommentare

  1. klingt nach einer stinknormalen 40h Arbeitswoche :D

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    1. Ist es im Endeffekt auch. Nur in Japan und besser bezahlbezahlt :D

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    2. Na das ist ja die Hauptsache. Gibt es dieses Mal wieder ein "Limit" fürs Visum oder bist du nun endgültig ausgewandert?

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    3. Vorerst gibt es ein einjahres Limit, aber diesmal ist es kein Problem zu verlaengern, solange ich Arbeit vorweisen kann.

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