Yakuza

Eine Spieleserie, die einerseits bekannt ist, aber leider in westlichen Gefilden etwas untergeht, ist Yakuza, oder im Original 龍が如く (Ryu ga Gotoku)
Mittlerweile wurden der Serie 5 Ableger mit Canon-material spendiert und dazu noch 3 Spin-Offs.
Eines dieser Spin-Offs moechte ich in diesem Blog etwas behandeln.

Ryu ga Gotoku: Ishin



Waehrend die Hauptspiele von Yakuza in unserer Zeit spielen, versetzt Yakuza Ishin die gesamte Belegschaft von Yakuza in die Bakumatsu-Periode versetzt und ihnen diverse Rollen von bekannten historischen Personen zuschneidert.

So spielt man selbst eine Doppelrolle als Sakamoto Ryouma und Saitou Hajime, die in Wirklichkeit zwei verschiedene Personen waren, aber dank der Freiheit der Entwickler der Geschichte zugunsten etwas angepasst wurden.
Wie gewohnt will ich gar nicht gross auf die Geschichte eingehen, aber man kann es sich als einen Mix aus wahren Begebenheiten und Fiktion vorstellen.

Ab und zu liest man, dass Yakuza als "japanisches GTA" tituliert wird, was aber eigentlich gar nicht so stimmt.
Ja, es gibt viel zu tun und vieles was einen von der eigentlichen Geschichte ablenkt, aber man hat letztendlich doch nur einen kleinen Bruchteil der Freiheit eines GTAs. 
Vielmehr kann man es als geistigen Nachfolger der grandiosen Shenmue-Reihe ansehen.


In Yakuza Ishin erkundet man die Strassen vom alten Kyoto und setzt sich gegen diverse Gegner auf der Strasse zur Wehr.
Als Samurai stehen einem natuerlich ein paar Kampfstile zur Verfuegung. 
Das Schwert darf da nicht fehlen, aber auch mit den Faeusten, einer Pistole, oder Schwert plus Pistole machen einem das Leben leichter.
Diese einzelnen Stile kann man nach persoenlichen Praeferenzen verstaerken und ausbauen und auch im Kampf nahtlos durchwechseln.
So kann man schoene Kombos zusammenstellen. 

Wie schon erwaehnt, wird man durch vielerlei Dinge von den Hauptmissionen "abgehalten".
Man kann sich sehr viel Zeit mit shoppen und essen vertreiben, aber dazu muss natuerlich auch Geld her. 
Das kann man sich durch diverse Arbeiten, Angeln, Gluecksspiele und Farmarbeit verdienen.
Wer Geld hat, will es auch ausgeben; dazu gibt es auch viele Moeglichkeiten.
Neue Waffen schmieden, sein Geld verzocken, zum Karaoke gehen, es in eine Konkubine investieren und und und.
Zu dem gesellen sich dann noch haufenweisse Nebenmissionen, die von ernsten, bis hin zu wirklich lustigen und komischen Situationen reichen. 
Da hat man sich wirklich viele Gedanken gemacht um den Umfang gross zu halten, ohne dass es zu eintoenig wird.


Bei all dem Lob ueber dieses Spiel darf man die negativen Seiten nicht vergessen.
Das groesste Manko ist wohl, dass Yakuza Ishin nicht ausserhalb erschienen ist und auch wohl nie erscheinen wird, wesshalb ich es auch aus Japan importiert habe.
Darum ist es auch komplett in japanisch gehalten und ohne Kentnisse eigentlich fast nur unter Nutzung von Translation-Guides aus dem Internet einigermassen gut spielbar.
Des weiteren "stoeren" die vielen Gespraeche abseits der grossen Missionen, bei denen man auf die Synchronisation verzichtet hat und nur durch Textboxen angezeigt werden; nennen wir es mal das Zelda-Syndrom.
Alles was zur Hauptstory und teilweise auch zu groesseren Nebenmissionen gehoert  ist allerdings sehr gut synchronisiert.
Ansonsten sind mir nach bisher knapp 30 Stunden Spielzeit keine groesseren Negativpunkte aufgefallen.

Nachdem ich mit Yakuza Ishin wirklich von der Serie begeistert wurde, wuerde ich auch sehr gerne die ganzen anderen Teile spielen, aber da das eine recht grosse Aufgabe ist, weiss ich nicht ob es irgendwann auch dazu kommen wird.



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