Strippen fuer das Gute



Die Welt vor boesen Kreaturen, bzw. wie in diesem Fall vor Vampieren, zu retten ist nichts Neues.
Meist wird das durch diverse Waffen angestrebt.
Nicht so in Akiba's Trip.
Der Titel ist bewusst so schoen zweideutig gehalten und sowohl die eine, als auch die andere Bedeutung sind Program in diesem Spiel.

Als junger Highschool-Schueler/Otaku mit einem faible fuer den beruehmten Tokyoter Stadtteil Akihabara (oder kurz Akiba) nimmt man sich erst ungewollt der Aufgabe an, sein geliebtes Akiba von den Vampiren zu befreien und die Verschwoerung die hinter ihnen steckt aufzudecken.
Unterstuetzt wird man durch die guten Freunde und Stammgaeste eines Game-Cafes, also einem kleinen Trupp an Otakus der verschiedensten Sorte.



Doch wie geht man gegen Vampiere in Akiba vor ?
Zu erst kaempft man gegen sie und zieht ihnen nach und nach die Kleidung vom Leibe.
Richtig gelesen; indem man die Gegner auszieht und somit dem Sonnenlicht direkt aussetzt, vernichtet man sie.
Auf dem leichten Schwierigkeitsgrad ist es noch relativ egal wohin man haut, auf den spaeteren Graden hingegen muss man gezielt auf Kopf-, Ober- und Unterkoerperbegleidung einpruegeln bevor man sie komplett abziehen kann.
Gleichzeitig muss man natuerlich aufpassen, dass der/die Gegner nicht das Selbe mit einem selbst anstellen.

Da man nicht mit blossen Haenden gegen das Boese antreten kann hat man auch allerlei "Waffen" zur Hand, die von der Computertastatur bis hin zum echten Schwert reichen, aber allgemein eher alles abdecken, was in und um Akihabara so zu finden ist.
Auch sein eigenes Outfit kann man unter Anderem mit der Kleidung der Gegner nach belieben anpassen und im Laufe des Spieles auch aufruesten. Selbiges funktioniert natuerlich auch mit der Waffe.

Die Geschichte, die sich selbst und das Otakutum rund um Akiba recht satirisch behandelt und sich auch nicht zu ernst nimmt, wird in Form von Visual-Novels weitererzaehlt.
Zudem gibt es auch oefters Entscheidungsmoeglichkeiten, die die Zuneigung der weiblichen Nebencharakteren beeinflussen koennen und demnach auch einen anderen Storystrang einschlagen.
Man kann also auch bei mehrfachem Durchspielen viel Neues erleben.

Ein weiterer Ansporn ist, fuer Sammelfreunde, das Sammeln von Waffen und Kleidungsstuecken.
Jenachdem wie "gut" man den Gegner auszieht bekommt man dessen Kleidung.
Die Kleidung gibt es dann in den verschiedensten Arten, von der simplen Jeans, ueber Cosplay hin zu seltenen Kleidungsstuecken, die nur sehr schwer zu ergattern sind.
Wer also alles sammeln moechte, muss sich ranhalten.



Ein weitere sehr tolles Feature in Akiba's Trip 2 ist die Map an sich, denn Akihabara wurde in der Tat 1 zu 1 nachgebildet und zum Grossteil sogar mit den Originalnamen diverser Laeden versehen. Laeden ohne Lizenz erkennt man dank einem ausgetauschten Buchstaben (New Ways anstatt New Days zum Beispiel) trotzdem sofort wieder (sofern man natuerlich schonmal dort war)
Schon alleine diese Tatsache hat mir super viel Freude bereitet, da ich so auch in Deutschland wieder durch das abgedrehte Akiba spazieren kann.
Zwar darf man sich keine Map im Sinne von GTA vorstellen, sondern sie ist in einzelne Abschnitte eingeteilt, aber die wichtigen und markanten Orte sind sehr schoen umgesetzt.

Bis jetzt ist das Spiel ausschliesslich in Japan auf der PS3 und der PSV erschienen, wird aber demnaechst auch fuer den Westen in lokalisierter Form erscheinen.
Ausserdem ist auch schon ein (auch erst fuer Japan gedacther) PS4-Port angedacht.

Wer einer nicht ganz so ernste Otaku-Story mit einem lustigen und anauszueglichen Kampfsystem nicht von vorneherein abgeneigt ist, sollte Akiba's Trip 2 (oder bei uns dann Akiba's Trip Undead & Undressed) eine Chance geben.

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