Auf in die Natur

Wenn man an Japan denkt, kommen einem zuerst Dinge wie die Riesenmetropole Tokyo mit ihren Haeuserschluchten, bunter Leuchtreklame und allerlei Technik in den Sinn.
Was viele, die noch nicht in Japan waren, allerdings wohl nicht so ganz wissen, ist dass es hier auch sehr viel wunderschoene Natur gibt.

Letzten Samstag war ich mit meiner Freundin etwas in besagter Natur unterwegs.
Genauer gesagt 高尾山 (Takao-san)
Wir hatten uns entschieden den schoenen Herbsttag zu nutzen um die wunderbaren Faerbungen der japanischen Baeume zu betrachten, uns die Beine zu vertreten und natuerlich die ein oder andere lokale Leckerei zu probieren.

Zuerst mussten wir natuerlich einmal dorthin gelangen; da wir aber in Japan sind, ist es dank der Zuganbindung gar kein Problem gewesen und ca eine Stunde spaeter waren wir auch schon dort.
Leider muss man sagen, dass es sehr sehr sehr voll von Menschen war, was aber daran lag, dass es zum Einen ein Samstag war und zum Anderen auch noch ein Landesweiter Feiertag und obendrein auch noch ein sehr beliebtes Wandergebiet.
Man kann es also nicht ganz mit einer gemuetlichen deutschen Wanderung vergleichen.
Schoen war es trotzdem.

Der Anstieg ging gleich recht steil los und zusammen mit zig unbekannten Leuten gingen wir beide gemuetlich einen der 7 moeglichen Routen nach oben.
Ausgewaehlt hatten wir die Beliebteste, da es entlang dieser Route diverse Moeglichkeiten gab an Leckereien zu kommen. Allerdings war das wirklich zum Grossteil ein betonierter Weg, was es eher nach einem etwas anstrengenderem Spaziergang als nach Wandern aussehen lies.
Als wir dann beim ersten Essenstop angekommen sind, gab es eine sehr leckere Pilzsuppe, zu der ich mir dann noch einen Amazke (ein heisser suesser Sake mit wenig bis kein Alkohol) mit Sesam gegoennt habe.
Dadurch aufgewaermt ging es schliesslich bis zur Spitze des Takao-san.

Die leuchtenden Blaetter und die strahlende Sonne haben ihren Teil zur Motivation beigetragen und darum haben wir oben auch nicht wirklich lange Rast gemacht, sondern sind ueber einen der anderen Wege wieder hinab ins Tal gewandert; diesmal ein schoener Pfad durch den Wald, ueber Wurzeln und Steine und teilweise doch sehr tueckisch, wenn man nicht richtig aufgepasst hat.
Dem entsprechend ruhig war dieser Weg dann auch und man konnte jetzt erst so richtig die Natur geniessen.

Im Tal angekommen hat sich die Sonne langsam fuer den Untergang bereit und ein leichtes Hungergefuehl im Magen breit gemacht.
Zum Glueck war da ja noch der kleine Stand, der frisch gegrillten Fisch am Spiess angeboten hat. Und wie man es von Japan gewohnt ist, schmeckt der Fisch hier einfach traumhaft.
So gestaerkt traten wir dann auch schon die Heimreise an.

Insgesamt waren wir 4 Stunden zu Fuss unterwegs, was eher einer leichten Wanderung entspricht; mehr war allerdings auch nicht geplant.
Wer also mal in Japan ist und etwas Anderes als die graue Grossstadt erleben will, sollte sich nicht scheuen auch mal in die umliegenden Gegenden zu schauen.

Zum Abschluss noch einige der Bilder, die ich geknippst habe.


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